Katholische Pfarrgemeinde

Elsterwerda

 

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Der Glaube des Christentums ist schon lange in unserer Region verwurzelt. Die Zisterzienser haben nicht allein Großes in der Kultivierung des Landes geleistet, sondern in erster Linie den christlichen Glauben unter der hier lebenden wendischen Bevölkerung verbreitet. Die der hl. Katharina geweihte Pfarrkirche in Elsterwerda geht möglicherweise auf das Wirken der Zisterzienser des Klosters Altzella bei Nossen zurück, die in dieser Region über Grundbesitz verfügten. 
Mit der Reformation erlosch katholisches Leben für einige hundert Jahre. Der Bau von drei bedeutenden Eisenbahnlinien durch Elsterwerda führte zur Ansiedlung von mehreren Industrieunternehmen. Damit zogen hier katholische Arbeiter und Eisenbahner in diesen Verkehrknotenpunkt und seine Umgebung. Die Betreuung der katholischen Christen erfolgte zunächst durch Priester von Torgau, später von Bad Liebenwerda aus. Die hl. Messe feierte man in Privatwohnungen und Gasthofsälen. Die ersten katholischen Vereine wurden gegründet und katholisches Brauchtum gepflegt. Viele katholische Vertriebene kamen in Folge des Weltkrieges aus Schlesien und dem Sudetenland nach Elsterwerda. Die Gemeinde wuchs auf 9000 Seelen an – die Hälfte davon wanderte später wieder ab. Der Zeit des gewaltigen religiösen Aufschwungs folgte die Stagnation der DDR-Zeit. Die Abwicklung ganzer Industriezweige in den ersten Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung führte zum Wegzug vieler Familien und vor allem junger Leute. Trotzdem stellen wir uns mit Glaube, Hoffnung und Vertrauen den Herausforderungen der Zeit. Wir möchten das Erhaltene bewahren und Neues gewinnen.

100 Jahre Kirche Mater Dolorosa

 

Altarweihe 2007

Die der Schmerzhaften Mutter (Mater dolorosa) geweihte katholische Kirche in Elsterwerda wurde im Jahr 1913 mit Unterstützung des Bonifatiusvereins Paderborn erbaut. Der Entwurf der neobarocken Kirche stammte vom Architekten Carl Jost aus Bad Liebenwerda, die Bauausführung erfolgte durch die Firma Friedrich Heinze. Erster Pfarrer war Franz Schäfer. Zuvor wurden seit Beginn des 20. Jahrhunderts gemietete Betsäle genutzt. Im Jahr 1936 konnte das neu errichtete Pfarrhaus bezogen werden. Am 30. April 1939 wird eine neue, von einem Oberammergauer Künstler geschnitzte St.-Josefs-Statue geweiht. Das Altarbild, eine Christus-Johannes-Gruppe nach einem Vorbild aus dem 14. Jahrhundert, sowie das Bild der Gottesmutter von der Immerwährenden Hilfe finden 1942 ihren Platz in der Kirche.
Bei der Bombardierung des Bahnhofs Elsterwerda am 18. und 19. April 1945 bleiben Pfarrhaus und Kirche verschont. Das Pfarrhaus wird zeitweilig von russischem Lazarettpersonal genutzt. 
Nach dreijähriger Bauzeit wurde 1955 die Orgel, errichtet durch die Orgelbaufirma Rühle aus Moritzburg, eingeweiht. Sie ist einmanualig und hat 11 Register.